Haarausfall

Haarausfall ist ein globales Problem und das nicht nur für Männer. Seine Formen sind vielfältig und die Ursachen jeweils verschieden. Unsere Haare sind nicht wichtig für unser Überleben und dennoch sind viele bereit Risiken einzugehen und hohe Mittel aufzuwenden, um sie behalten zu können.

Jeder Mensch verliert täglich etwa 100 Haare. Das ist völlig normal und Teil eines natürlichen Kreislaufes. Wenn sich jedoch auffallend mehr Haare in Kamm und Abfluss finden, sollte ein Fachmann herangezogen werden. Nicht jede Art von Haarausfall muss behandelt werden und nicht jede Art von Haarausfall fürt zu einer Glatze. Doch kommt es einmal zur Glatzenbildung sind die verlorenen Haare fast nicht mehr wiederzubekommen.

Erblich/Hormonell bedingter Haarausfall
Androgenetische Alopezie

Haartransplantationen richten sich hauptsächlich an Personen, die unter dieser Form von Haarausfall leiden. Wie bereits im Abschnitt "Das Haar" ausgeführt, unterliegt das Wachstum der Haare einem Zyklus. Bei gesundem Haarwachstum befinden sich 84% aller Haare in der Wachstumsphase, 1% in der Ruhephase und 14% in der Abstoßphase.

Dünnes Haar

Mit zunehmendem Alter werden die Haarfollikel, zunächst am Haaransatz, dann fortschreitend bis zum Haarkranz, empfindlich gegenüber dem Hormon Dihydrotestosteron. Sie reagieren auf dieses DHT mit einer Verkürzung der Wachstumsphase, bis sie schließlich ganz ihre Funktion einstellen. Während der Wachstumsphase nimmt das Haar ständig an Dicke zu. Wird sie verkürzt, kann das Haar nicht mehr zur vollen Dicke heranwachsen, das Haar wird dünner.

Faktor Stress

Ein wichtiger Auslöser von androgenetischem Haarausfall ist Stress. Durchblutung und Nährstoffversorgung der Kopfhaut sind essentiell für ein gesundes Haarwachstum. Unter Stress wird die Kopfhautmuskulatur angespannt und verkrampft sich zunehmend. Die feinen Blutgefäße unter der Kopfhaut, die für die Versorgung der Haarfollikel mit Sauerstoff und Nährstoffen verantwortlich sind, werden zusammengepresst und so die Durchblutung gestört. Eine ausreichende Versorgung mit notwendigen Grundstoffen ist nicht mehr möglich. Gebildetes DHT sammelt sich in den Haarfollikeln an. Die Haarwurzeln verkümmern und schließlich fallen die Haare aus, beginnend im Bereich mit der größten Spannung, den Geheimratsecken. Haarausfall aufgrund einer hormonellen Empfindlichkeit wird so zusätzlich begünstigt.

DHT

Dihydrotestosteron oder DHT ist ein Abbauprodukt des Sexualhormons Testosteron, welches durch das Enzym 5-alpha-Reduktase umgewandelt wird. Eigentlich handelt es sich um ein männliches Hormon, doch es kommt auch im weiblichen Körper vor. Aus diesem Grund leiden auch viele Frauen an dieser Form des Haarausfalls, jedoch ist die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber Haarproblemen bei Frauen verschwindend gering.