Voraussetzungen

Für eine erfolgreiche Haartransplantation müssen verschiedene Randbedingungen gegeben sein. Zunächst einmal ist nicht jede Art von Haarausfall mit einer Eigenhaarverpflanzung behandelbar. Die Haardichte im Entnahmegebiet ist ebenfalls ein entscheidender Faktor.

Welche Art von Haarverlust kann behandelt werden?

Der größte Teil der Haartransplantations-Patienten leiden an der häufigsten Form, dem androgenetischen bzw. erblich oder hormonell bedingten Haarausfall. Für diese Form ist die Haartransplantation eine ideale Lösung, sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Bei Frauen besteht sogar ein großer Vorteil, da sich meist keine Vollglatze bildet, und somit sehr viel mehr Spendermaterial entnommen werden kann.

Bei diffusem und kreisrundem Haarausfall kann leider keine Haartransplantation durchgeführt werden. Da nicht die Behandlung von jeder Form des Haarverlusts möglich ist, sollte zunächst von einem Hautarzt überprüft werden, unter welchem Haarausfall Sie leiden. Es ist ebenfalls ratsam, zunächst eine konventionelle Therapie durchzuführen und auf Erfolg zu prüfen.

Andere Arten des Haarverlustes, die mit einer Transplantation behandelbar sind:

  • Rekonstruktion von Augenbrauen
  • Bartersatz nach Hasenschartenkorrektur
  • Ersatz von Schamhaaren
  • narbige traumatische Alopecie
  • ausgebrannte Alopecia areata
  • Alopecia triangularis congenita

Welche Haardichten sind notwendig?

Die Anzahl der aus dem Spendergebiet entnehmbaren Haare stellt den Rahmen für die späteren chirurgischen Möglichkeiten dar. Dieser Punkt ist von Patient zu Patient sehr verschieden. Individuelle Faktoren, wie Haarfarbe, Haardicke und Haarstruktur spielen hier eine große Rolle. Da sehr viele persönliche Aspekte einen Einfluss haben, können pauschale Angaben nur sehr ungenau gemacht werden.

Häufig diskutiert ist die sog. 50%-Regel. Sie besagt, dass Haarverlust erst sichtbar wird, nachdem 50% der natürlichen Haardichte verloren gegangen sind. Dies gilt für trockenes Haar, bei nassem Haar fällt bereits bei 60-70% der früheren Haardichte eine Veränderung auf. Bei der Anwendung dieser Regel ist jedoch Vorsicht geboten. Liegt die natürliche Haardichte stark unter 100 FU/cm², sind 50% oftmal nicht ausreichend, um wieder volles Haar zu erreichen. Haarfarbe und Haarstruktur müssen hier ebenfalls berücksichtigt werden.